| Programm Orgelnacht |
Orgelnacht |
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Louis-Nicolas Clérambault (1676 - 1749) – Suite du Deuxième
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Ihr Name ist Programm: In der „Suite du Deuxième Ton“ des Barock-Komponisten Louis-Nicolas Clérambault fließen zwei Strömungen seiner Zeit zusammen – der französische und der italienische Stil. Gemeinsam mit der ersten Suite stellte Clérambault, ein Zeitgenosse von Couperin und Rameau, die Suite an den Anfang seines „Livre d’Orgue“. Äußerlich wahrt sie die traditionelle französische Form, doch atmet ihre Klangsprache den sprühenden Geist italienischer Violinkonzerte und Koloraturarien. Am weitesten vom französischen Stil entfernt sich der erste Satz der Suite, „Plein Jeux“, in dem schnelle und langsame Sequenzen einander abwechseln. Die anmutige Eleganz französischer Tänze begegnen im „Basse de Cromorne“, im galanten „Flûtes“ und „Récit de Nazard“ und nicht zuletzt in der schwungvollen „Caprice sur les Grands Jeux“. „Stille ist kein akustisches Phänomen. Sie ist Umkehr, Bewusstseinswandel.“ Neben John Cage, von dem dieses Zitat stammt, gehört der Este Arvo Pärt zu jenen Komponisten, die in ihren Werken Stille hörbar machen und Klänge weniger als die Essenz von Musik begreifen, denn als akustischen Verweis auf den beständigen Fluss der Zeit. Arvo Pärts kontrastreiches Werk „Annum per Annum“ mit seinen eindringlichen, manisch wiederkehrenden Motiven entstand 1980 als Auftragswerk des Südwestfunks Baden Baden zum 900. Jubiläum des Domes zu Speyer. Es besteht aus einer Einleitung, fünf Variationen über einen sequenzhaft sich verändernden Cantus firmus und einer Coda. K - G - C - S - A sind die Anfangsbuchstaben der fünf Teile des lateinischen Messordinariums und symbolisieren die heilige Messe, die Jahr für Jahr („Annum per Annum“) bereits seit neun Jahrhunderten im Dom zu Speyer gefeiert wird. In weichen Klangfarben und verhaltenem piano fließt die Meditation für Orgel „...vereinzelt, und doch ...“ des 1968 geborenen Komponisten Frank Zabel dahin. Schillernde Akkorde weben ein nie abreißendes Klangband, aus dem immer wieder einzelne Töne herausgefiltert werden und die Ausgangsklänge wie durch ein Kaleidoskop in immer neuem Licht erscheinen lassen. Abgerissene Gesten, die sich über diesem Band zu lyrischen Melodien aufschwingen, bleiben meist nur Fragment und kreieren ihr eigenes, unstetes Metrum. Lediglich kurze Einzeltöne des Pedals verleihen dem Geschehen eine gewisse rhythmische Struktur, die allerdings immer wieder verlassen wird. Was bleibt, ist ein schwebendes Gebilde, dessen Melodiefragmente wie unbeantwortete Fragen im Raum stehen. Die Orgelwerke Johann Sebastian Bachs sind in seinem Werkverzeichnis unter den Nummern 525 bis 771 eingetragen. Lässt man diejenigen beiseite, die vermutlich nicht aus Bachs Feder stammen, verbleiben etwa 220 Orgelkompositionen – ein Fünftel seines überlieferten Gesamtwerkes. Die beeindruckende Zahl gibt Auskunft über die Bedeutung der Orgel für Bach, die er selbst als „persönlichstes Instrument“ beschrieb. Unterteilt man seine Orgelmusik in „choralgebundene“ und „freie“ Orgelstücke, so sind erstere mehrheitlich zu Werkgruppen zusammengefasst. Darunter das strahlend-virtuose, motorisch packende Präludium und Fuge D-Dur BWV 532, das innerhalb der zwischen 1708 und 1714 in Weimar entstandenen Meisterwerke eine herausragende Position einnimmt. |
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| Sebastian Klein, Orgel | ||
17.9. | 22 Uhr |
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| © MediaWerk -- Christian Wellenberg |